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TIWILA
Geschichte
Am 23. Juli 1989 trafen sich drei Leiterehepaare zur ersten Sitzung des allerersten TIWILA’s in Bern. Seit einiger Zeit bestand zwischen Weihnachten und Neujahr ein Lagerangebot für Kinder und eines für Jugendliche, dazwischen gähnende Leere. Das war die Motivation für uns, ein Teenager-Winterlager zu gründen.
Am 26. Dezember 89 fiel dann der Startschuss für das erste Lager mit 18 Teilnehmern auf der Stöckalp unterhalb von Melchseefrutt.
Ein Snowboard, damals etwas ganz neues und trendiges, kam auch mit und stand erst mal alleine neben all den Skiern, doch gegen Ende der Woche hatten dann wenigstens einige den Mut das Ding zu probieren und es hat sie prompt begeistert (auch Leiter)!
Es folgte noch ein Lager auf Melchseefrutt, dann wechselten wir nach Andermatt. Hoch über dem Dorf auf der oberen Gütsch in einer Gebirgsunterkunft der Armee logierte das TIWILA mehrere Jahre. Abgeschieden von allem Trubel des Dorfes genossen wir diese „unterirdische“ Zeit. Da unser Haus oberhalb der Skilifte war und diese um 16 Uhr abstellten, führten wir die TIWILA Zeit ein. So konnten wir morgens normal aufstehen und trotzdem Abends eine Stunde länger Snöben und Skifahren. Eine Stunde vor oder zurück – gab das jedesmal Diskussionen! Aber funktioniert hat diese Regelung immer. Das Problem kam dann erst am Silvester: wann genau ist jetzt der Jahreswechsel?? Die Einsamkeit hatte aber auch ihren Preis, am 25. Dezember mussten jeweils dutzende Bananenschachteln mit Food, alles Lagermaterial und Leitergepäck auf die Sesselbahn und dann auf den Ratrac geladen werden, um in die Unterkunft zu erreichen. Dann waren Leiter mit Muskeln sehr gefragt. Für die Teilnehmer waren grosse Rucksäcke obligatorisch, da sie am ersten Tag mit einem nicht sehr bedienerfreundlichen Tellerlift in die Höhe befördert wurden – für Snowboardanfänger nicht gerade das tollste! Wer es gar nicht schaffte, konnte mit dem Ratrac fahren!
Vor allem die Jahreswechsel waren eindrücklich, in absoluter Stille, eingerahmt von schneebedeckten Bergen, weitab von allem Geknalle feierten wir den Silvester besinnlich und in der Gegenwart Gottes. Diese Lager waren geprägt von lebensnahen Themen, intensiven und stundenlangen Spielen und viel guter Gemeinschaft. Klar hatte jedes Lager auch seine Schattenseiten; leichtere und schwerere Unfälle von Teens und Leitern, verlorene Snowboard, die wie Geschosse den Hang hinab flitzten, usw.
Seit 1996 logieren wir nun nach Weihnachten jeweils in La Lécherette auf dem Col des Mosses, wieder in einer Armeeunterkunft. Dort sind wir nicht mehr unterirdisch und haben unheimlich viel Platz zur Verfügung. Das Skigebiet ist eher klein, aber es genügt vollauf und macht Spass. Die tiefen Skiabo – Preise machen das Lager auch vom finanziellen her attraktiv.
Nach vielen Jahren Hauptleitung geben Hansueli und Marianne Bräker 1998 das Zepter an die langjährigen Leiter Bruno und Hanna Frey weiter. Im folgendem Lager mit sehr vielen Teilnehmern gibt es Probleme mit Alkohol und Drogen, die wir nicht richtig in den Griff bekommen und alles gipfelt darin, dass auf der Heimreise der Car beschädigt wird.
Für Teens und Leiter folgt eine Zeit der Aufarbeitung des Lagers, die mit einem „Elternabend“ ergänzt wird. Das Leiterteam erarbeitet zusammen mit andern Teenager-Leitern ein Konzept für zukünftige Lager.
Im folgenden Jahr wird ein neues, etwas anderes TIWILA aufgebaut. Es gibt zwar weniger Teilnehmer, diese sind aber voll motiviert. Doch da machte uns „Lothar“ ein Strich durch die Rechnung, so dass die Teens nach einer langen Irrfahrt mit Zug und Bus von ehemaligen Leitern in Bern abgefangen werden und dort auch übernachten können. Das Leiterteam, das bereits in La Lécherette ist, möchte das Lager trotzdem durchführen, und wegen fehlender Informationsquellen realisieren sie erst später, wie gravierend dieser Sturm gewütet hat. Kein Strom, keine Heizung, kein Skilift, kein warmes Essen – so wird zusammengepackt und heimgereist. Der Wechsel ins 21. Jahrhundert wird im Kreis der Leiter gefeiert.
Das Lager 2000 war geprägt von viel guter Stimmung und Gemeinschaft mit den 21 Teilnehmern. Auch zum Thema „Motivation for you and me“ gabs spannende Abende und viel Diskussionsstoff. Einmal mehr hat sich auch der Lagerort bestätigt und auch die neue Art des Lagers bewährt sich. Wie fast alle Jahre lag am 25.12. fast kein Schnee, auch am 26. sah’s schlecht aus. Aber über Nacht kam die weisse Pracht, so dass wir am 27.12. alle auf die Bretter konnten und es sogar auch gutes Wetter war. Bei der Abreise am 1. Januar standen die Skilifte wieder still, die Pisten waren braun. Für alle Tage, die wir benötigten, war der Schnee da – Praise the Lord!
Beim Rückblick auf viele Jahre TIWILA kommt vor allem Dankbarkeit auf. Glücklich für die vielen guten Lagerwochen, den Spass und die Freude danken wir Gott unserem Herrn. ER hat uns geholfen, uns aufgerichtet und reich gesegnet in dieser Zeit.
Nach einigem Leiter- und Lagerortwechsel ist nun das TIWILA seit 2005 in Adelboden Boden anzutreffen. Kleines Haus dafür ein grosses Skigebiet...